Archive for the 'Tresenmonologe' Category

Die Lektion aus einem Interview, das es vielleicht nicht gab mit einem Mann, den es vielleicht nicht gibt.

Von frederic am 14 Sep 2012 | Filed under: Tresenmonologe

Man kann sich dieser Tage eine ungefähre Vorstellung darüber verschaffen, was passieren würde, wenn sich tatsächlich ein Bundesliga-Fußballspieler outen würde. Es beginnt mit einem Interview im Fluter. Adrian Bechthold spricht mit einem “Mann, den es eigentlich nicht geben dürfte”, nämlich einem schwulen undesligastar. Inhaltlich steht nichts drin, was man nicht auch vermuten würde. Neue Einblicke […]

Beine ohne Brillen

Von frederic am 19 Mrz 2012 | Filed under: An fremden Brettern, Tresenmonologe

Sascha Lobo macht sich über Behinderung Gedanken. Seine Arbeitshypothese: Jeder ist behindert. Es ist nur eine Frage der Umstände. Im Grunde ist eine drei Meter hohe Mauer auch nur eine Schwelle, die für die meisten das Weitergehen verhindert. Außer man hat eine Leiter. Oder eine Abrissbirne. Oder irgendein anderes Hilfsmittel. Sascha Lobo plädiert für eine […]

Chelsea. Hoffenheim.

Von frederic am 06 Mrz 2012 | Filed under: Tresenmonologe

Chelsea. Hoffenheim. — Kürzlich Moneyball gesehen. Solider Film, bis auf das Ende. Interessanter wäre sicher gewesen, was Soderbergh hat machen wollen, halb Dokumentation halb Spielfilm, etwas, was mich nicht nur emotional auslastet. Aber Hollywood weigerte sich, zu kompliziert, und Soderbergh wollte nicht von seinen Ideen weg: er musste gehen, Miller hat übernommen. Aber verdammt, Soderbergh […]

Pro Quote? Cui bono?

Von frederic am 01 Mrz 2012 | Filed under: Tresenmonologe

Fußball ist, Frauenfußball-WM hin oder her, Männerthema, und das Reden darüber auch. Es gibt wenige Frauen bei den Sportreportern, unter den Moderatoren, und am allerwenigsten unter den Kommentatoren. Früher wurden ernste Nachrichten, große Katastrophen in den Nachrichten immer nur von Männerstimmen gesprochen: man nahm an, das hätte eine beruhigende Wirkung auf die Bevölkerung. Eine solche […]

Wenn Gott rund ist, ist die Luft raus

Von frederic am 24 Feb 2012 | Filed under: Tresenmonologe

Selten genug, dass man Hans Meyer widersprechen muss, aber dieses Mal geht es nicht anders. Fußball sei Religion, sagt er in der aktuellen 11freunde, zumindest für einige Menschen, aber eigentlich nicht der Fußball an sich, sondern nur ein Verein, der Lieblingsverein eben. “Je wichtiger die Fans ihn nehmen”, so Meier ganz pastoral, desto größer wird […]

Die Stille nach dem Schuss

Von frederic am 01 Feb 2012 | Filed under: Tresenmonologe

Warum, verdammt nochmal, war nur das Tor so klein? Das war mir früher nie so klein vorgekommen. Aber heute, gerade jetzt, hatte ich keine Ahnung, wo der Ball hinsollte. 8. Minute, Halbfinale, ein Schülerturnier. Wir spielten nach Klassen, alle vier Gymnasien der Stadt, insgesamt 16 Mannschaften, 10 Minuten pro Match. 2000 muss das gewesen sein, […]

Zeitvertrieb mit Pato

Von frederic am 14 Jan 2012 | Filed under: Tresenmonologe

Was mir auf den Sportseiten fehlt: Kapitalismuskritik. Selbst im Wirtschaftsteil jeder Zeitung wird inzwischen kritisch das System beäugt, die Financial Times bringt eine Besprechung Hessels, nur im Sportteil wird noch so getan, als wären wir in den kuscheligen 80ern. Wenn überhaupt angeprangert wird, dann Details. Oder Hoffenheim. Wie könnte Kapitalismuskritik im Fußball aussehen? Also: Jenseits […]

Welt des Sports

Von frederic am 04 Jan 2012 | Filed under: Tresenmonologe

Christian Wulff und die Piratenpartei. Das ist schon interessant: Wulff kompromittiert sich, indem er einen Fehler zu vertuschen versucht, und reißt sich mit jedem seiner Schritte tiefer in den Abgrund. Die Fraktion der berliner Piraten produziert fragwürdige Situation um fragwürdige Situation, gehen damit aber völlig offen und kommunikativ um. Es ist eine Umwertung des Wortes […]

Das Wunder von fern

Von frederic am 19 Dez 2011 | Filed under: Tresenmonologe

Nächstes Jahr mache ich mich wieder unbeliebt, weil ich die ganzen Fähnchen und Fläggchen zur EM zum Kotzen finde. Neulich wieder so eine alberne Nationalismus-Diskussion gehabt, und mir wieder den Vorwurf anhören müssen, sich einer Nation nicht zugehörig zu fühlen sei “intellektuelle Abstraktion”, das war wenn nicht als Beschimpfung, so doch als Tadel gemeint. Das […]

bayern lynchen? bleiern dünkeln.

Von frederic am 15 Dez 2011 | Filed under: Tresenmonologe

Viel ist schon über Bayern-Fans geschrieben worden, ihre Arroganz, ihre Selbstverliebtheit, ihren Egozentrismus. Auch seine Reflexhaftigkeit ist legendär – alle Kritik, ob berechtigt oder nicht, wurde und wird am Tresen gern mit der tiefenpsychologischen Analyse abgetan, der Gegenüber sei zerfressen von Neid. Und obendrein erfolglos! Da weiß man sofort, warum die Bayern der Club der […]

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